Ihr Maßatelier, auch für Braut-, Fest- u. Rolli-Mode, in Esslingen a. N.         
   W.-G. Thilo  Atelier für Damenschneiderei 

Häufige Fragen


Was unterscheidet die Maßschneiderei von der Maßkonfektion ?

Bei der Maßschneiderei werden Unikate ganz individuell nach Kundenwunsch gefertigt;;die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Dem jeweils individuell von Hand erstellten Maßschnitt liegen ausschließlich die Körpermaße und Körperproportionen der Kundin zu Grunde; körperlichen Besonderheiten, wie z.B. Asymmetrien usw. wird so ganz individuell und bestmöglich Rechnung getragen. Die Fertigung erfolgt handwerklich mit viel Handarbeit vor Ort mit mehreren Zwischenanproben (Maßschneiderei ungleich Maßkonfektion und ungleich Konfektionskleidung).

Bei der Maßkonfektion handelt es sich um ein Mittelding zwischen industrieller Massenware und individueller maßgeschneiderter Kleidung. Dazu wird ein konfektionierter, d.h. nach gemittelten, normierten Maßen erstellter Schnitt, an manchen Stellen an die individuelle Körpermaße der Kundin angepasst. Ähnlich einem Baukastensystem kann die Kundin zudem zwischen verschiedenen vorgegebenen Stoffen und Modelldetails (z.B. lange oder kurze Ärmel, weites oder enges Rockteil usw.) auswählen. Die Fertigung erfolgt meist industriell im Ausland. Zwischenanproben sind in der Regel nicht vorgesehen.                                                                                                                        In abgewandelter Form kann diese Vorgehensweise, insbesondere betreffs Schnitt / Schnitter-stellung, in die handwerkliche Fertigung übernommen werden.



Was bedeutet „Modell“ in der Maßschneiderei ?

Das Modell ist das individuelle Kleidungsstück, das hinsichtlich Aussehen, Ausgestaltung und Details frei nach Ihren Wünschen vorab entworfen und dann ggf. später zum Vertragsinhalt wird. Erst anhand eines solchen konkreten Modell-Entwurfes kann die Kostenkalkulation und ggf. eine verbindliche Beauftragung erfolgen. Kommt es zum Auftrag, ist es Aufgabe der Maßschneiderin, dieses ganz konkrete Modell nach den individuellen Körpermaßen und Körperproportionen der Kundin umzusetzen.



Was ist, wenn ich nach Auftragserteilung mein Modell doch noch ändern,    d.h. anders gestalten will ?

Meistens sind auch noch zu einem späteren Zeitpunkt Änderungen am Modell (= Modelländerung), abweichend von dem eingangs erfolgten Auftrag, möglich. Je nach dem, wie weit die Auftragsbe-arbeitung schon fortgeschritten und wie umfangreich die gewünschte Modelländerung ist, können die Kosten dafür von der eingangs erfolgten Kalkulation abweichen. Ggf. hat eine solche spätere Modell-änderung auch Auswirkungen auf den eingangs vereinbarten Ausliefertermin.
Sollte die von Ihnen gewünschte Modelländerung einmal nicht sinnvoll und fristgerecht realisiert wer-den können, kann ich Ihnen auf jeden Fall Alternativen anbieten. Sprechen Sie mich also bitte mög-lichst frühzeitig auf eventuelle Wünsche zur Modelländerung an.



Wozu dient das Probemodell ?

Bei der Maßschneiderei werden – unabhängig vom Modell – die individuellen Körpermaße und Proportionen der Kundin schnitttechnisch umgesetzt, um deren figürlichen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Das Probemodell dient nach Erstellung des modellmodifizierten Maßschnittes der Passformkontrolle, d.h., es ist lediglich ein Werkzeug zur Überprüfung der Passgenauigkeit des Papierschnittes.
Das Probemodell ist also kein zum Gebrauch bestimmtes Kleidungsstück. Es besteht aus günstigem Stoff, ist im Vergleich zum späteren Original nur provisorisch  zusammengefügt und modelltypische Details werden im Probemodell nur wiedergegeben, wenn diese Einfluss auf die Passform haben.
Ferner ermöglicht das Probemodell der Kundin, Einfluss auf die Bequemlichkeitsweite, welche je nach Körperempfinden sehr unterschiedlich sein kann, individuell Einfluss zu nehmen.



Was bedeutet „Mitwirkungspflicht der Kundin“ ?

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Schneiderei das von Ihnen in Auftrag gegebene Modell nur dann für Sie realisieren kann, wenn Sie als Kundin auch noch nach Auftragserteilung dabei angemessen mitwirken. Dies ist die sog. „Mitwirkungspflicht der Kundin“. Dazu gehört u.a. die Bereitschaft der Kundin, sich rechtzeitig verbindlich für ein geeignetes Material zu entscheiden, Maß nehmen zu lassen, fristgerecht Zwischenanproben wahrzunehmen, für die passende Unterbeklei-dung zu sorgen usw.



Wie entstehen die Kosten für mein Modell ?
Die Kosten für Ihr maßgeschneidertes Modell, ebenso wie bei Änderungen, Umarbeitungen oder Reparaturen, setzen sich grundsätzlich aus den Kosten für das Material (ohne Händlerzuschlag von Seiten des Betriebs) und den Kosten der zur Herstellung erforderlichen Arbeitszeit, den sog. „Handwerkerstunden“, zusammen.



Was ist eine „Handwerkerstunde“ ?
Die Kosten für eine sog. Handwerkerstunde (Stundenverrechnungssatz für Handwerker) enthalten anteilig:

Die betrieblichen Gemeinkosten, das sind all die Kosten, die durch die Existenz des Betriebes anfallen, dazu gehören z.B. die Kosten für:

  • Räumlichkeiten incl. Einrichtung und Reinigung,         

  • Strom, Gas und Wasser,            

  • Maschinen und Geräte,            

  • Werbung,            

  • Bürobedarf,            

  • Internet und Telefon,            

  • Betriebliche Versicherungen,            

  • Beiträge für Handwerkskammer und Berufsverbände,            

  • Steuerberater           

  • usw.

Ggf. Lohn- und Lohnzusatzkosten für Mitarbeiter in Beschäftigungsverhält-nissen.

Den Gewinn, bzw. das Entgelt des Unternehmers inklusive der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungen und Steuern für Selbständige (diese betragen in etwa das Doppelte des Netto-Stundenlohnes eines Angestellten).    

Bei den Kosten für eine Handwerkerstunde handelt es sich also nicht um das Netto- Einkommen der Schneiderin.




Generell bei Fragen vorab oder später zu Ihrem Modell oder im Rahmen der Auftragsbearbeitung:
Sprechen Sie mich bitte möglichst frühzeitig an !